Das Orff-Zentrum München ist vorerst bis zum 07.03.2021 geschlossen.

+49 89 288 105 0

Rufen Sie uns an

Logo Orff-Zentrum München

Mo-Fr: 9 bis 17 Uhr

Wochenende geschlossen

a

Happy Birthday Godela

Am 21. Februar 2021 wäre Godela Büchtemann-Orff, die einzige Tochter des Komponisten, 100 Jahre alt geworden. Sie brillierte als Schauspielerin und war eine geschätzte Sprecherzieherin. Carl Orff schrieb Die Bernauerin für sie, und Godela prägte durch ihre Mitwirkung bei der Uraufführung 1947 in Stuttgart wie auch in späteren Produktionen die Titelpartie nachhaltig. Zudem beteiligte sie sich als kompetente und charmante Moderatorin neben Gunild Keetman an zahlreichen Orff-Schulwerk-Fernsehsendungen des Bayerischen Rundfunks. Die komplizierte Beziehung zu ihrem Vater stellte sie in ihrem Buch „Mein Vater Carl Orff und ich“ dar – fraglos aus sehr subjektiver Sicht, aber dennoch authentisch und letztlich grundiert von einer tiefen, verstehenden Liebe. Am 28. März 2007, sechs Jahre vor ihrem Tod, stellte Godela Büchtemann-Orff das von ihr selbst gesprochene Hörbuch gleichen Titels in einer Veranstaltung des Orff-Zentrums München der Öffentlichkeit vor. Bis zuletzt beschäftigte sie sich eingehend mit den Werken ihres Vaters, insbesondere mit dem Endzeitspiel De temporum fine comoedia, das sie zutiefst bewunderte.
Zahlreiche Informationen, Fotos und anderes über die Jubilarin finden Sie auf der von Dr. Gerhard Büchtemann eingerichteten Homepage. (Dr. Thomas Rösch)

Carl Orffs Trionfi

Trittico teatrale

I. Carmina Burana / II. Catulli Carmina / III. Trionfo di Afrodite

Spektakuläres Figurentheater im Münchner Künstlerhaus

Impressionen vom 17. Oktober 2020 im Festsaal, Fotos: Brigitte Sporrer

  Liselotte Orff, 1987, Foto: Christa Pilger-Feiler

Liselotte Orff, 1987, Foto: Christa Pilger-Feiler

Orff-Zentrum München, Eingang, Prof. Dr. Hans Maier, 2016

Prof. Dr. Hans Maier, Foto: Jan Adamiak

Liselotte Orff (1930-2012)

»Der ruhende Pol und gute Geist« von Hans Maier

Aus einem Beitrag für die Kulturzeitschrift »Literatur in Bayern« I Ausgabe Nr. 142, Dezember 2020 I Holzheimer, Gerd (Hg.)

[…] 22 Jahre war Liselotte Orff die Ehefrau Carl Orffs und seine engste Mitarbeiterin – wenn man die Sekre­tariatsjahre hinzunimmt, sind es sogar 27 Jahre. Aus den letzten Lebensjahrzehnten, aus dem Spätwerk des Meisters, der 1982 starb, ist sie nicht wegzudenken. In dieser Zeit verbreitete sich Orffs pädagogisches wie auch sein dramatisches Werk in der ganzen Welt. Sein Ruhm wuchs. Die gefährlichen Klippen der ersten Le­benshälfte schienen endgültig umschifft zu sein. Das Heim in Dießen, Werkstatt und Wohnhaus zugleich, wurde zum Wallfahrtsort für Schüler und Bewunderer aus aller Welt. Hier arbeitete der Komponist inmitten seiner Bücher und Sammlungen. Das behäbige Land­haus mit den alten Bildern aus Familienbesitz, den afrikanischen Masken, den chinesischen und javani­schen Gongs, den Cymbeln, Glocken, Tanzpauken, den weiten Wiesen ringsum mit Obstbäumen und Weihern und den von Liselotte Orff gehegten Islandpferden – das alles wurde trotz seiner Abgelegenheit im Lauf der Zeit beinahe ein ähnlicher Repräsentationsort wie die Garmischer Villa von Richard Strauss – wenn auch mit ganz anderen Anklängen und Akzenten. Es war ein verdientes Renommee. Denn seit Richard Wagner und Richard Strauss hatte kein in Bayern lebender Kom­ponist so unbestrittene Weltgeltung erlangt wie Carl Orff.
Liselotte Orff erlebte in dieser Zeit die Entstehung und Aufführung der letzten Werke des Komponisten: vor allem des Prometheus (1968), in dem die antike Tragödien-Dreiheit Orffs ihren Abschluss und ihre Vollendung fand, und des Endspiels De temporum fine comoedia (1973) – der Darstellung des Endes der Welt und zugleich der theologischen Verheißung ihrer Wie­derherstellung. Liselotte Orff erlebte die Vorbereitun­gen und Proben, von denen viele im Haus stattfanden, die Besprechungen mit Sängern, Instrumentalisten, Re­gisseuren. Wilfried Hiller hat geschildert, wie Orff bei solchen Gelegenheiten alle Partien sang und Klavier spielte, während die Anwesenden Schlaginstrumente bedienten, Triangel schlugen und Weingläser rieben. […]

Die »Literatur in Bayern« ist seit 30 Jahren eine Kulturzeitschrift mit Schwerpunkt auf bayerischer Literatur. Ob Auszüge aus Prosa- und Lyrikwerken, Rezensionen, Ausstellungsbesprechungen oder wissenschaftliche Aufsätze – die LiB eröffnet Raum für jegliche Kunstform von Literatur und Kultur aus Bayern.

Der Schwerpunkt von Ausgabe Nr. 142 lautet »kostbar«.

Carl Orff und der Glaube

Vortrag von Dr. Thomas Rösch zum 125. Geburtstag des Komponisten I Katholische Akademie in Bayern I 06.10.20

Carl Orff ein religiöser Komponist? Eine Messe, ein Requiem, ein Oratorium oder eine Passion lässt sich im Werkkatalog des Künstlers nicht finden. Natürlich sind da sein Weihnachts- und Osterspiel und auch das nur selten aufgeführte »Spiel vom Ende der Zeiten«, aber ansonsten muten seine Werke eher weltlich, ja »antik-heidnisch« an, wie der Direktor des Orff-Zentrums München, Thomas Rösch, am Montagabend in München einräumte. Für die Katholische Akademie in Bayern hatte er einiges Überraschendes zum ambivalenten Verhältnis des Musikers zu Glaube und Religion aus dem Archiv zu Tage gefördert.

Schutz- und Hygienekonzept Orff-Zentrum München

Aktuell

Aufgrund der aktuellen Vorgaben der Bayerischen Staatsregierung ist das Orff-Zentrum München vorerst bis zum 7. März 2021 geschlossen.
Trotz der Schließung des Gebäudes für den Publikumsverkehr stehen Ihnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für Auskünfte weiterhin telefonisch, per E-Mail oder postalisch zur Verfügung. Sie erreichen uns Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr.

Vielen Dank für Ihr Verständnis!
Ihr Orff-Zentrum München

You have Successfully Subscribed!