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Orff-Schulwerk

Musik für Kinder

Bd. I – Im Fünftonraum

 

Verfasser: Carl Orff, Gunild Keetman

Sprache: deutsch

Publikationsjahr: 1950 (Schott ED 3567, Neuausgabe 1978)

Besetzung: Singstimme, Blockflöte, Schlagzeug

 

Arbeitsmaterial Schott Music (Schott ED 3567, Neuausgabe 1978)

Inhalt
Erster Teil: Reime und Spiellieder

Zweiter Teil: Rhythmisch-melodische Übung

Dritter Teil: Spielstücke

Hinweise und Anmerkungen

Bilderanhang

Kommentar
Die drei Teile: »Reime und Spiellieder«, »Rhythmisch-meIodische Übu ng« und »Spielstücke« sind von Anfang an zusammen, einander ergänzend, zu verwenden. So wird in Verbindung mit den ersten Reimen (Kuckuck, Zizibe, Sieh Beck usw.) gleich mit der »Sprech«-, »Klatsch«- und »Ostinatübung für Stabspiele« begonnen. Jede der Übereihen des II. Teils ist in sich geschlossen aufgebaut, so daß ihr jeweils der zur Unterweisung geeignete Stoff entnommen werden kann. Die rhythmische Übung bleibt dabei immer grundlegend.

Um möglichst freies Musizieren zu erreichen, wird durchwegs auswendig gespielt. Trotzdem soll gleich, schon bei der Sprechübung, wobei lediglich rhythmische Notation erforderlich ist, mit der musikalischen Aufzeichnung begonnen werden. Die Notenschrift dient anfangs hauptsächlich dazu, eigene Einfälle von Melodie und Begleitung festzuhalten.

Das Spielen auch der einfachsten Instrumente setzt richtige Anleitung und Übung voraus. Klangsinn und Einfühlung im Zusammenspiel müssen besonders geweckt und geschult werden.

So soll eine Grundlage für alles spätere Musizieren und Interpretieren geschaffen werden, d. h. wahres Verständnis für musikalische Sprache und Ausdruck, die hier, wie in einer Fibel, erstlingshaft gebildet werden.

Januar 1950

Carl Orff

 

***

 

Als vor mehr als 20 Jahren mit der Herausgabe von »Musik für Kinder« begonnen wurde, war diese Art der Musikerziehung noch pädagogisches Neuland. Inzwischen sind die Ideen längst Allgemeingut geworden und das Schulwerk hat überall Nachahmer gefunden, von denen viele sich zwar der Mittel bedienten, aber sehr oft den pädagogischen und künstlerischen Anspruch nicht erfüllten, ihn verfälsdlten oder verwässerten.

In den vergangenen zwei Jahrzehnten brachte die Praxis neue Erkenntnisse und Erfahrungen. Nicht zu übersehen ist die große Entwicklung des Instrumentenbaus, der bei Beginn der ersten Drucklegung noch im Anfangsstadium war. Der Ausbau der Stabspiele, bis zu Baßxylophon und Metallophonen, eröffnete neue Klangbezirke, die in der nun schon historischen Schulwerkausgabe nicht berücksichtigt werden konnten. Es ist aber unbedingt in Sinne elementarer Musikübung, dass neue Möglichkeiten angewendet werden, wo dies sinnvoll ist. Modelle anderer Interetation und Instrumentation – es wurden auch neue Bläsergruppen einbezogen – finden sich auf den Schallplatten der Reihe »Music Poetica«, die einen Querschnitt durch das Schulwerk bringt. Sie sind zum großen Teil in den ab 1970 erscheinenden Ergänzungsbänden zu »Musik für Kinder«, den »Paralipomena« aufgezeichnet.

Trotz mancher Einwände, die sich im Laufe der Zeit ergeben haben, bestand für eine durchgreifende Neubearbeitung der grundlegenden fünf Bände kein Anlaß.

Januar 1970

Carl Orff

Nachweise

Textnachweis Kommentar:

Carl Orff [Vorwort], in: Ders./Gunild Keetman (Hrsg.): Musik für Kinder.Bd. I: Im Fünftonraum, Mainz 1950, erneuerte Ausgabe Mainz 1978, o. S.

Bildnachweis:

[Titelseite] Carl Orff/Gunild Keetman (Hrsg.): Musik für Kinder.Bd. I: Im Fünftonraum, Mainz 1950.