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Orff-Schulwerk

Einführung in Grundlagen und Aufbau

 

Verfasser: Wilhelm Twittenhoff, mit Beiträgen von Dorothee Günther und Hans Bergese, Vorwort von Carl Orff

Sprache: deutsch

Publikationsjahr: 1935 (Edition Schott No. 3550)

 

Diese Auflage ist nur noch antiquarisch erhältlich

Inhalt
Vorwort von Carl Orff

Grundlagen und Aufbau des Orff-Schulwerks von W. Twittenhoff

I. Einleitung

II. Orff-Schulwerk

1. Die elementare Musikübung
2. Klavierübung
3. Geigen- und Bläserübung
4. Das Bastelbuch
5. Verwendungsmöglichkeiten des Schulwerks
6. Die Entstehung des Schulwerks

III. Von der Musikerziehung zur musischen Erziehung

Das Orff-Schulwerk als elementare Musikübung für Gymnastiker und Tänzer von Dorothee Günther

Literaturverzeichnis

Verzeichnis der im Orff-Schulwerk benutzten Instrumente von Hans Bergese

Musikbeispiele

Bilderteil

Kommentar
Vorwort

Nach langjähriger Vorarbeit begann 1930 die bis heute noch nicht abgeschlossene Folge von Veröffentlichungen des »Schulwerks«.

Es kann festgestellt werden, daß seine Grundideen in ihren Hauptzügen heute zum Allgemeinbesitz gehören. Der Sinn für »elementare Musikübung«, einer Übung, die sich wirklich mit den Elementen der Musik befaßt, ist wieder neu geweckt und als grundlegend für jede Musikpflege, für Volksmusik und wurzelhafte Kunstmusik erkannt worden.

Ebenso erwachte auch wieder der Sinn für Instrumente, die der im »Schulwerk« entwickelten Musikübung entsprechen. Hier wurde ein wahrhaft ursprüngliches Instrumentarium, das in seiner grundlegenden Eignung und Bedeutung nie erschöpft werden kann, erstmalig wieder auf- und ausgebaut.

Rückschauend auf eine 10jährige Schulwerkarbeit bringt das Einführungsheft in gedrängter Kürze eine Darlegung der leitenden Ideen, einen Überblick über bisherige Arbeitsergebnisse und Hinweise auf weitere Ausbaumöglichkeiten.

Ergänzend zum Textteil und den Notenbeispielen des vorliegenden Heftes tritt eine Auswahl Bilder, die zum größten Teil dem Archiv der Güntherschule entnommen sind. Die ideeliche Verbindung zu den Darstellungen, welche die Verwendung von Schlagwerk in Spiel und Tanz auch in früheren Zeiten belegen – von den Primitivkulturen wurde dabei völlig abgesehen –, bedarf keiner weiteren Erläuterung. Lediglich andeutend weisen einige Bilder von Volksbräuchen auf ein großes Sondergebiet hin.

Die Aufnahmen aus der Güntherschule zeigen vor allem das Schulwerk-Instrumentarium in seiner Mannigfaltigkeit. Sie veranschaulichen gleichzeitig Spielhaltung und Aufstellung einzelner Instrumente und bilden so eine besondere Ergänzung zu den jeweiligen Übheften, die nur schematische Zeichnungen enthalten.

Die beigefügten Bilder aus der Bastelübung vermitteln mehr als Worte einen Einblick in die Aufgaben dieses Teilgebietes im Schulwerk.

Allen denen, die durch ihre Arbeit mittelbar und unmittelbar am endgültigen Aufbau des Schulwerkes halfen, sei hier gedankt.

Vor allem Dorothee Günther, deren Name dem Schulwerk immer verhaftet bleiben wird, da sie in erster Linie die Möglichkeit schuf, die Pläne in gemeinsamer jahrelanger Versuchsarbeit zur Tat werden zu lassen.

Gedankt sei auch Gunild Keetman, die nach ihren Studien an der Güntherschule (1926–1929) den Auf- und Aushau des Tanzorchesters übernahm und die Idee von der Einheit von Musik und Bewegung in einzigartiger Weise verwirklichen half. Ihre Tanz- und Spielstücke erweckten schon frühzeitig die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit.

Hans Bergese hat sich besondere Verdienste bei der Herausgabe, sowie in der Ausarbeitung der Spieltechnik und der Notation und somit um den Gesamtaufbau des Schulwerks erworben.

Durch Abfassung der Einfühung und Betreuung des »Arbeitskreises des Schulwerks« hat Dr. WiIheIm Twittenhoff besonderen Anteil am Gelingen des Werkes.

Wertvolle pädagogische Anregungen steuerte Georg Götsch zur »rhythmisch-melodischen Übung« bei.

Ebenso gab Prof. Dr. Fritz Reusch aus seiner reichen Erfahrung durch praktische Mitarbeit dankenswerte Hilfe.

Entwurf und Neubau der für das Schulwerk wesentlichen Stabspiele (Xylo- und Metallophone) sind nach selbstloser Versuchsarbeit dem Münchener Instrumentenbauer CarI Maendler hervorragend gelungen.

Ganz besonderer Dank aber gebührt dem Verlage, der durch die großzügige Herausgabe des Werkes Idee und praktische Vorarbeit zur greifbaren Wirklichkeit werden ließ.

So ist das Schulwerk ohne die aufopfernde gemeinsame Arbeit der Genannten nicht vorstellbar, und wenn es nur ein Weniges dieses selbstlosen Arbeitseinsatzes weiterzutragen vermag, erfüllt es schon eine pädagogische Aufgabe.

München – Güntherschule

Carl Orff

Nachweise

Textnachweis Kommentar:

Carl Orff: »Vorwort«, in: Wilhelm Twittenhoff (Hrsg.): Orff-Schulwerk. Einführung in Grundlagen und Aufbau, Mainz 1935, S. 4.

Bildnachweis:

[Titelseite] Wilhelm Twittenhoff (Hrsg.): Orff-Schulwerk. Einführung in Grundlagen und Aufbau, Mainz 1935.