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Liselotte Orff

7. September 1930 – 19. September 2012

Abb. 1: Liselotte Orff 1987

Abb. 2: Liselotte Orff und Prof. Dr. Wolfgang Wild (Staatsminister für Wissenschaft und Kunst) 1988

Seit 1960 mit Carl Orff verheiratet, hat sich Liselotte Orff (geb. Schmitz) nach dem Tod ihres Mannes leidenschaftlich und mit aller Kraft für die weltweite Verbreitung seines kompositorischen Schaffens und des Orff-Schulwerks eingesetzt. Liselotte Orff war über 23 Jahre Vorsitzende, danach Ehrenvorsitzende der vom Komponisten testamentarisch verfügten Carl-Orff-Stiftung, rief selbst die Liselotte-Orff-Stiftung ins Leben, gründete das Carl Orff Museum in Dießen, unterstützte die Carl-Orff-Festspiele Andechs sowie die Andechser ORFF-Akademie des Münchner Rundfunkorchesters und förderte das internationale Netzwerk der Orff-Schulwerk-Aktivitäten. Ende der 1980er-Jahre initiierte Liselotte Orff die Errichtung des Orff-Zentrums München als Staatsinstitut für Forschung und Dokumentation. Die Arbeit des Orff-Zentrums verfolgte sie mit großem Interesse und stand allzeit als Gesprächspartnerin zur Verfügung; stets respektierte sie die Autonomie des staatlichen Forschungsinstituts. Für ihre Leistungen wurde sie mit dem Goldenen Ehrenring der Marktgemeinde Dießen, dem Bayerischen Verdienstorden und dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. Im persönlichen Umgang erlebte man Liselotte Orff als warmherzig und humorvoll, naturliebend, unprätentiös und bescheiden. Bis zuletzt bewahrte sie sich einen klaren Blick für das Wesentliche.

(Thomas Rösch, 2019)

Nachweise

Bildnachweise:

Abb. 1: Foto: Christa Pilger-Feiler
Abb. 2: © Karl-Heinz Egginger/Süddeutsche Zeitung Photo