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Chronologie

Kindheit und Schulzeit (1895-1912)

1895
Geboren am 10. Juli in der Maillingerstraße 16 (heute: Hausnr. 30) in München.
1898
Geburt der Schwester Maria (Mia).
1900
Erster Klavierunterricht.
1901
Marsfeldschule.
1905
Ludwigsgymnasium.
1907-1912
Wittelsbacher-Gymnasium.
1910-1912
Lieder für Singstimme und Klavier.
1911-1912
Zarathustra (nach Nietzsche) für Bariton, drei Männerchöre und Orchester.

Ausbildung und erste Engagements (1912-1919)

1912-1914
Studium an der Akademie der Tonkunst in München.
1913
Erstes Bühnenwerk: Gisei – Das Opfer (Musikdrama).
1914
Tanzende Faune (Orchesterspiel). Treibhauslieder. Ein Traumspiel nach Gedichten von Maurice Maeterlinck. Privatstudium bei Hermann Zilcher.
1915-1917
Kapellmeister an den Münchner Kammerspielen.
1917
Erste Entwürfe zum Sommernachtstraum. Einberufung zum Kriegsdienst, an der Ostfront verschüttet.
1918-1919
Kapellmeister am Nationaltheater Mannheim und am Großherzoglichen Hoftheater Darmstadt. Bühnenmusik zu Büchners Leonce und Lena.

Orientierung und Experimente (1919-1933)

1919
Rückkehr nach München. Studium alter Meister, vor allem des 16. und 17. Jahrhunderts. Unterrichtstätigkeit im privaten Schülerkreis. Lieder nach Texten von Klabund, Richard Dehmel, Nikolaus Lenau und Friedrich Nietzsche.
1920-21
Privatstudium bei Hans Pfitzner und Heinrich Kaminski. Lieder und Gesänge für Singstimme und Klavier nach Texten von Franz Werfel. Des Turmes Auferstehung (nach Werfel) für zwei Bassstimmen, großes Orchester und Orgel (2. Fassung für zwei Männerchöre, großes Orchester und Orgel).
1921
Entwurf einer Einrichtung von Bachs Kunst der Fuge für mehrere Instrumentalkörper und Chöre.
1920-1927
Verheiratet mit Alice Solscher.
1921
Geburt der Tochter Godela. Beginn des Monteverdi-Studiums.
1924
Dramaturgische und musikalische Neugestaltung von Claudio Monteverdis L’Orfeo.
1923/24
Gründung und Aufbau einer Ausbildungsstätte für Gymnastik, Rhythmik, Musik und Tanz, zusammen mit Dorothee Günther: Günther-Schule München.
1925
Neugestaltung von Monteverdis Lamento d’Arianna. 17. April: Uraufführung Orpheus (1. Fassung), Nationaltheater Mannheim. Neugestaltung von Monteverdis Ballo delle Ingrate (1608) – nach dem 7. und 8. Madrigalbuch – als Satyrspiel zu Orpheus unter dem Titel Tanz der Spröden. Dezember: Uraufführung Tanz der Spröden (1. Fassung), Landestheater Karlsruhe.
1925-32
Organale Cantus-Firmus-Sätze.
1928 (11. Dezember)
Uraufführung Kleines Konzert, München (im Rahmen der Vereinigung für Zeitgenössische Musik). Entrata nach William Byrd für fünfchöriges Orchester und Orgel. Entwürfe zum Sommernachtstraum.
1929 (13. Oktober)
Uraufführung Orpheus (2. Fassung), Residenztheater München.
1930
Aufführung der Entrata über Funk und Lautsprecher durch Hermann Scherchen in Königsberg. Kantaten nach Texten von Franz Werfel (Werkbuch I).
1930/31
Planung einer Münchner Turm- und Stadtmusik.Catulli Carmina I, II (Chorsätze). Chorsätze nach Texten von Bert Brecht (Werkbuch II).
1932
Bearbeitung bayerischer Volksmusik mit Kurt Huber. 28. April: Szenisch-konzertante Erstaufführung Lukaspassion, München (im Rahmen der Vereinigung für Zeitgenössische Musik).
1932-35
Publikation der ersten Schulwerk-Ausgabe: Orff-Schulwerk. Elementare Musikübung in Zusammenarbeit mit Gunild Keetman.
1932-33
Leitung des Münchner Bachvereins.
1933
Szenisch-konzertante Einrichtung und Erstaufführung von Heinrich Schütz‘ Historia der Auferstehung Jesu Christi, München (im Rahmen des Bachvereins).

Durchbruch als Komponist (1937-1943)

1937 (8. Juni)
Uraufführung Carmina Burana, Städtische Bühnen Frankfurt am Main.
1939-1953
Verheiratet mit Gertrud Willert.
1939 (5. Februar)
Der Mond, Uraufführung, Bayerische Staatsoper. 14. Oktober: Ein Sommernachtstraum, Uraufführung, Städtische Bühnen Frankfurt am Main.
1940 (24. August)
Erstaufführung Entrata (Neufassung), Frankfurt am Main. 4. Oktober: Erstaufführung Orpheus (3. Fassung), Staatsoper Dresden. 30. November: Aufführung aller drei Monteverdi-Bearbeitungen am Reußischen Theater Gera.
1943 (20. Februar)
Uraufführung Die Kluge, Städtische Bühnen Frankfurt am Main. 6. November: Uraufführung Catulli Carmina, Städtische Bühnen Leipzig. Neue Fassung des Sommernachtstraums (nicht aufgeführt).

Weltweiter Erfolg seiner Werke (1947-1974)

1947 (15. Juni)
Uraufführung Die Bernauerin, Württembergische Staatstheater Stuttgart.
1948
Beginn der Schulwerk-Sendungen am Bayerischen Rundfunk. 24. Dezember: Ursendung Die Weihnachtsgeschichte (Text: Carl Orff, Musik: Gunild Keetman).
1949 (9. August)
Uraufführung Antigonae, Salzburger Festspiele.
1950-1954
Publikation der zweiten Schulwerk-Ausgabe Musik für Kinder in Zusammenarbeit mit Gunild Keetman.
1950-1960
Leitung der Meisterklasse für Komposition an der Staatlichen Hochschule für Musik in München.
1952 (30. Oktober)
Erstaufführung Ein Sommernachtstraum (vorletzte Fassung), Landestheater Darmstadt.
1953 (14. Februar)
Uraufführung Trionfo di Afrodite, Teatro della Scala, Mailand (in Verbindung mit Carmina Burana und Catulli Carmina unter dem Titel Trionfi – Trittico teatrale). 20. Oktober: Uraufführung Astutuli, Münchner Kammerspiele.
1954-1959
Verheiratet mit Luise Rinser.
1956 (31. März)
Ursendung Comoedia de Christi Resurrectione, Bayerisches Fernsehen. 3. August: Uraufführung Die Sänger der Vorwelt, Chorsatz nach einem Text von Friedrich Schiller, Stuttgart. Mitglied des Ordens Pour le mérite für Wissenschaften und Künste.
1957 (21. April)
Szenische Uraufführung Comoedia de Christi Resurrectione, Württembergische Staatstheater Stuttgart.
1958 (15. Mai)
Erstaufführung der drei Monteverdi-Bearbeitungen unter dem Titel Lamenti – Trittico teatrale liberamente tratto da opere di Claudio Monteverdi, Schwetzinger Festspiele.
1959 (11. Dezember)
Uraufführung Oedipus der Tyrann, Württembergische Staatstheater Stuttgart. Ehrendoktor der Universität Tübingen.
1960
Heirat mit Liselotte Schmitz. 11. Dezember: Uraufführung Ludus de nato Infante mirificus, Württembergische Staatstheater Stuttgart.
1961
Gründung des Seminars und der Zentralstelle für das Orff-Schulwerk an der Akademie Mozarteum in Salzburg.
1962-1963
Schulwerk–Vortragsreisen nach Kanada, Japan und Portugal.
1963
Eröffnung des Orff-Instituts in Salzburg.
1964 (12. März)
Uraufführung Ein Sommernachtstraum (letzte Fassung), Württembergische Staatstheater Stuttgart.
1968 (24. März)
Uraufführung Prometheus, Württembergische Staatstheater Stuttgart.
1972
Ehrendoktor der Universität München. Großes Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.
1973 (20. August)
Uraufführung De temporum fine comoedia, Salzburger Festspiele.
1974
Verleihung des Romano Guardini-Preises der Katholischen Akademie in Bayern.

Achtbändige Dokumentation und letzte Jahre (1975-1982)

1975-1981
Arbeit an der achtbändigen Dokumentation – Carl Orff und sein Werk.
1982
Gestorben am 29. März in München. 3. April Beisetzung in der Schmerzhaften Kapelle der Klosterkirche zu Andechs.

Posthume Uraufführungen und Ereignisse (1984-2010)

1984 1(7. Mai)
Genehmigung der Satzung für die Carl-Orff-Stiftung.
1984 (4. Dezember)
Gründung des Orff-Schulwerk Forums Salzburg.
1989 (5. Juli)
Uraufführung Quartettsatz h-Moll (1914), Altötting.
1990 (10. Juli)
Eröffnung des Orff-Zentrums München, Staatsinstitut für Forschung und Dokumentation.
1991 (10. Juli)
Eröffnung des Carl-Orff-Museums im Rinkhof in Dießen.
1994 (15. Mai)
Deutsche szenische Erstaufführung De temporum fine comoedia, Theater Ulm.
1995
Weltweite Veranstaltungen zum 100. Geburtstag. 6. Dezember: Uraufführung Tanzende Faune und Des Turmes Auferstehung, Philharmonie im Münchner Gasteig.
2007 (18. Oktober)
Uraufführung Quartettsatz c-Moll (1921), Orff-Zentrum München.
2010 (30. Januar)
Uraufführung Gisei – Das Opfer, Staatstheater Darmstadt.